Hamburgtour 2013

Samstag, 6.7.13

So, jetzt geht’s los von Oma mit Uwe und Isolde. Die fahren nämlich mit nach Hamburg. Fahr-fahr, brumm-brumm, Auto-Auto, und da! Morgen geht’s los, also haben Jana und ich nur heute Abend Zeit zum Packen. Mal sehen, ein Rucksack, weil nur ein Fahrradkorb Haha! Unterhosen, normales T-Shirt, normale Hose, Wechseltrikot, Zahnbürste und Co. Hm, ja, ein Buch passt noch rein. Tja, ohne lesen überleb ich nicht! So, morgen kann’s losgehen. Gute Nacht!

Sonntag, 7.7.13

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Vera am ersten Tag – im Hintergrund die schöne Landschaft

Jetzt weiß ich, wozu Fahrradtrikots gut sind: sie lassen genau so viel Luft durch, dass man nicht schwitzt. Es sei denn, man steht zu lange in der Sonne, fährt bergab oder schwitzt wegen Anstrengung! Nach nicht mal einem Kilometer waren schon die ersten verloren: Mama und Jana, wie ich später erfahren hab, sind sie noch mal nach Hause gefahren um ihre Schwimmbrillen zu holen. Also warten wir und Papa fährt sie suchen. Naja, bis zur ersten Pause, jetzt, nach ca. 20 km um viertel eins war auch noch Schatten da. Doch das ändert sich, weiß Papa, der die erste Etappe, also heute schon mal abgefahren ist. Und tatsächlich: Sonne satt, aber dazu: Berge, Berge, Berge. Doch die Landschaft war schön, überwiegend Felder aber natürlich auch Bäume. Wenig befahrene Straßen, das einzig störende waren die paar Motorräder die meinten, neben uns extra Gas geben zu müssen. Einmal gab es eine Panne, Uwe und Isolde sind die vorderen Gepäcktaschen runter gefallen. Schließlich kommen wir noch an Schloss Ribbeck vorbei. In der Mini-Kirche daneben steht auch das Gedicht dazu von Fon-tane. Obwohl ich mich frage, warum Fontane ausgerechnet über einen normal Reichen ein Gedicht schreibt und nicht über einen König oder so, berührt mich das doch. Jedes Bundesland hat einen Birnenbaum für das Schloss gespendet, die sind alle nicht größer als unserer. Und die einzige Bank da steht in der Sonne. Aus irgendeinem Grund wollen wir uns alle  hinsetzen, obwohl wir doch die ganze Zeit sitzen… Komisch…

Wie auch immer, jedenfalls kamen wir doch geschwitzt in unserer ersten Pension Karinenhof in Brädikow (empfehlenswert) an und sprangen alle erst mal unter die Dusche. Jana und ich, Mama und Papa, Uwe und Isolde haben  jeweils ein genügend großes Doppelzimmer mit je eigenem Bad mit Dusche.

Montag, 8.7.13

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Unüberwindbare aufgerissene Straße

Okay, gestern war ja noch alles picobello, aber heute… AUTSCH! So ziemlich allen von uns tut der Hintern weh. Au! Der erste Ort ist Warsow. Hier scheint `ne Schwalbenplage zu sein. Nein, aber echt hier sind TOTAL viele Schwalben. Und da ist sogar ein Falke. HAMMA!!! Außerdem sind hier entweder ganz alte oder noch nicht mal gestrichene Häuser. Auf einmal fliegt vom Vorderrad von Isolde eine Schraube ab und Papa und Uwe fahren mit Isoldes Fahrrad nochmal zurück zu einem Fahrradladen der GEÖFFNET hat und Isoldes Fahrrad kriegt eine Spezialanfertigung. `Die Männer erzählen das der Mensch vom Laden die Schraube extra vor Ort gemacht hat. COOOL. So ca. 10 km vor Havelberg, unserem Ziel, hält uns eine Frau an und sagt: „Nee, also, so ca. 7 km von hier wurde ja die Straße aufgerissen wegen dem Hochwasser und da fehlt jetzt so um die 200 m Straße wenn nicht noch mehr und da steht überall das Wasser und wir müssten nach Havelberg einen Umweg von ca. 45 km nehmen aber … HEY! Ich könnte ihnen aber ein Ferienhaus anbieten (von der) und da ist ein wunderschöner Ausblick und so NE!?“ Tja, zum Glück sind wir gucken gefahren, ich hätte der werten Dummköpfin nämlich fast sogar geglaubt. Die Stellen waren nämlich schon fast wieder fertig, da war halt noch harter Sand. Die wollte uns also doch tatsächlich ein Ferienhaus andrehen. Hach, ich rege mich heute noch auf. Neben der auf dem Deich gelegenen Straße steht aber noch so 10 cm das Wasser und das STINKT wie Hölle!!! Ich muss mich beherrschen nicht zu kotzen und das sag ich nicht nur wie man das so sagt sondern ich meine das todernst. Bäh! Naja, bis zur Pension Havelblick in Havelberg haben wir es ja jetzt doch geschafft. Auch empfehlenswert. Vor allem wegen der schönen Altstadt UND wenn man da die Stufen raufgeht ist da ein Italiener der ist einsame SPITZE.

Dienstag, 9.7.13

Landgasthof Schmidt

Landgasthof Schmidt

Naja, heute war nicht viel los. Aber auf unserer Strecke gab es fast nur Schatten, das war schön!!! In Wittenberge waren Mama und ich im Nähmaschinenmuseum während die anderen fettes Eis (ver-dient) gegessen haben. Die haben echt was verpasst, z.b. die überhaupt jemals erste gebaute Nähmaschine und funktionierende Plastik-Kindernähmaschinen. Die waren echt winzig! Dann sind wir durch Rühlstädt  gefahren, Deutschlands „Storchendorf“. Das Dorf mit den meisten Störchen. Tja, und deshalb mussten wir da auch alle paar Meter anhalten um Fotos zu machen. Aber unsere Pension war der Hammer!!! Auf jeden Fall notieren: Cumlosen, Landgasthof Schmidt. Die Leute – so freundlich, die Zimmer – klasse, das Essen (es gab da auch Abendessen) – superbillig wie lecker. Es war einfach Hammer, da waren wir uns alle einig.

 

 

 

Mittwoch, 10.7.13

Man konnte in den unterirdischen Teil der Festung reingehen

Man konnte in den unterirdischen Teil der Festung reingehen

Ach so, ums mal zu erwähnen, bei unserer Route kann man fast die ganze Zeit auf dem Deich langfahren. Da kriegt man zwar mehr von dem Wind ab, aber für die Aussicht lohnt es sich. Apropos Wind: der Gegenwind! Krass… Und Schatten haben wir auch, aber nur weil heute Wolken da sind. Und schon, ich krieg einen Tropfen ins Gesicht und einen aufs Bein. Hm. Ich glaube, das war‘s auch schon. Papa und ich nehmen noch einen Umweg über das nahe gelegene Lenzen und gucken uns die Rathausuhr an mit nur einem Zeiger. Warum, stand da auch, aber da musst du schon selber die tolle Tour fahren, oder googlen, wobei das erste sicher mehr Spaß macht! Dann waren wir noch in der Festung Damnitz, da war auch ein Klo und ein Museum mit uraltem Krimskrams das war da sooooo COOL, und wenn ich das als Teenie sage, ja, dann … ihr wisst schon, ne? Nachdem wir die Elbe mit Hilfe einer Brücke überquert haben geht Jana verloren. Sie fährt nämlich geradeaus anstatt abzubiegen. Papa wartet bis sie vielleicht mal bemerkt, dass keiner mehr da ist. Also wartet Papa, und wir fahren schon mal weiter. Wie Papa später erzählt hat, hat er Jana irgendwann angerufen, ansonsten wäre sie wohl noch 10 km weiter gefahren.

Unsere Pension hieß Drave, leider weiß ich den genauen Ort nicht mehr. Aber sie war klasse, bis auf die laute Klospühlung. Es wäre also empfehlenswert, vorm Schlafengehen als in der Nacht auf Toilette zu gehen.

Nobles Frühstück

Nobles Frühstück

Donnerstag, 11.7.13

Nun, zur heutigen Etappe kann ich wirklich nicht viel erzählen. Wir sind halt auf dem Deich gefahren und hatten wieder Gegenwind. Und unsere Pension Harnisch, „Pension Nobel“, wie ich sie nenne, naja, wie der Name sagt, die teuerste die wir hatten und halt Nobel. Ich denke `ne andere tut‘s auch. War halt nur keine mehr frei in dem Ort und auch nicht im nächsten und ansonsten wäre es zu weit zu fahren gewesen.

 

 

 

 

 

 

Auch Jana gefällt das Ferienhaus

Auch Jana gefällt das Ferienhaus

Freitag, 12.7.13

Heute ist ausnahmsweise mal kein Gegenwind. Dafür haben alle außer ich (war schon vorgefahren) ein „Wasser-Schaf“ gesehen. Es war von 2 Hunden ins Wasser gejagt worden und es gab wohl eine spektakuläre  Rettungsaktion. Heute hatten wir eine FeWo und die war noch besser als die Pension in Cumlosen finden Jana und ich (bei den anderen weiß ich’s nicht). Es gab Donald Duck Comics (bei mir schon 1000 Plus-Punkte) und am geilsten waren ja die Betten Von Jana und mir. Aber das kann man nicht beschreiben. Man kann mit 7 Personen dahin (Obermarschacht, Name fällt mir grad nicht ein), und uns hat sie so gut gefallen, dass wir beschlossen haben da mal Urlaub zu machen.

 

 

Samstag, 13.7.13

Yeah Hamburg

Yeah Hamburg

Tja, Vorfreude, schönste Freude, nach diesem Schild waren es noch rund 20km… Unsere Pension hieß … eieiei, wieso kann ich mir das nicht merken… auf jeden Fall war sie in Tatenberg. Danach haben wir nur den ÖPNV genutzt. Zum Glück war in der Nähe eine Bushaltestelle, sodass wir ganz bequem zur Speicherstadt fahren konnten und ins Miniaturwunderland gehen konnten. BEGEISTER-UNGSTÜRME!!!! Die Schweiz in Mini, Skandinavien, USA, Hamburg, irgendeine Stadt namens Niegehört, Bayern, Zeitalteretappen, Berlin um die Zeit des Mauerbaus und -falls, Deutschland so wie sich die einzelnen Parteien es vorstellen. Alles drin. Und den Modellbauern muss zwischendurch langweilig gewesen sein; Heidi in der Schweiz, Pippi Langstrumpf, ein Campender Oktopus, Unterwasserkühe mit Sauerstoffflaschen, ein Selbstmörder, der sich an einen Stein gebunden hat, den ins Wasser geworfen hat und ein Schild in der Hand hielt wo „blubb blubb“ draufstand und Atlantis mit Ägyptern in einer Grotte in Skandinavien, irgendwo war eine Höhle mit Neandertalern, in die USA haben sie noch den Eifelturm rein gebaut. Also ich weiß ja nicht. In Bayern gab es einen Flughafen mit fliegenden Flugzeugen und eins davon war besonders. Geh hin und schau es dir an, es lohnt sich VOLL!!! Papa und ich wollen da nochmal hingehen für einen ganzen Tag. Mit extra Anreise.

Sonntag, 14.7.13IMG_0696

Heute waren wir im König der Löwen. „Hakuna Matata, diesen Spruch sag ich gern…“  LOL. Weil die kleine Nala-Darstellerin ihren letzten Auftritt hatte, durften wir am Ende Fotos machen. Ich würd sagen, da haben wir grade die richtige Vorstellung abgegriffen. Aber echt, geh hin. Es ist zwar teuer, aber das lohnt sich SOWASVON!!!

Dann haben wir eine Hafenrundfahrt gemacht, haben die AIDA gesehen (ich sag nur: WOW) und einen schwimmenden Kran.

 

Montag, 15.7.13

Heute waren wir den ganzen Tag auf der IGS. Das war so coool!!! Vor allem die „Straßenbahn“. Ich sag euch, die Straßenbahnen der Zukunft werden so sein! Aber das ist wieder so eine doofe unbe-schreibliche Sache. Einfach googlen wo sie nächstes Jahr ist und wenn sie bei dir in der Nähe ist: besuchen!

Dienstag, 16.7.13

So, da man die Pension früh verlassen muss, sind wir gegen 11 raus und nochmal mit dem Fahrrad durch Hamburg. Schließlich haben wir abends unsere Fahrräder am Bahnhof in der Nähe von einem Bäcker mit draußen-sitzen abgeschlossen, haben uns in den Bäcker begeben und so geguckt, wer sich so alles für die Fahrräder interessiert. Schade, keiner so richtig. Aber unseren Spaß hatten wir trotzdem, und zwar an einem Mann der immer nach rechts gelaufen ist, 10 Minuten stehen geblieben ist, nach links gegangen ist, 10 Minuten stehen geblieben ist, nach rechts und so weiter  So, jetzt die Fahrräder in den IC reinwuchten und losfahren. So, jetzt kommt’s, die gute alte Deutsche Bahn. Beim Ausräumen der Fahrräder ging auf einmal die Tür zu und Papa war noch drin. Nach drücken des „Tür-öffnen-Knopfes“ blieb sie auch geschlossen. Erst nach vielen rufen konnte Papa noch aussteigen. Dann steigen wir in den Zug Richtung Wannsee. Wir kommen an, fahren mit dem Fahrstuhl nach unten (weiß nicht mehr genau warum, wahrscheinlich zum warten oder so…). Jana und ich waren als letztes beim Fahrstuhl und da kam grad unser Zug. Wir wussten nicht was wir machen sollten, also sind wir auch nach unten gefahren; „Oben steht grad unser Zug!“ Da alle der Meinung waren, dass wir den Zug noch schaffen, sind wir wieder via Rolltreppe und Fahrstuhl nach oben. Und kamen alle gerade noch rechtzeitig im Zug an. Nur einer fehlte. Mama war grade aus dem Fahrstuhl rausgekommen als der Zug losfuhr. Naja, aus irgendeinem Grund musste Mama nicht wie normal 1 Stunde warten, denn sie kam kurz nach uns zuhause an. Als ich im Bett das letzte Mal auf die Uhr geschaut habe, stand da 22:58.

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