Tag 6: Taufers – Reschenpaß – Nauders – Norbertshöhe – Landeck

Nun ja, wenn das Wetter schon nicht wärmer als am Vortag war, so dann doch wenigstens trocken und die Klamotten waren auch frisch gewaschen. Warmfahren fiel bei den Temperaturen aus. Bis Laatsch hatten wir schon wieder die Körpertemperatur vom Umbrail Pass angenommen. Immerhin ging es dann auf dem Vinschgau Radweg bergauf. Im Zusammenspiel von kurzen Rampen und stetigem 40km/h Gegenwind wurde uns dann auch wieder wärmer. Richtig wohl fühlten wir uns aber erst als auf einem mehrere hundert Meter langen Abschnitt die Beregnungsanlage für gewohnte Untergrundverhältnisse sorgte. Alles in Allem ein schöner, praktisch verkehrsfreier, geteerter Streckenabschnitt. Nur der Ventilator war falsch eingestellt.

Auf der Staumauer des Reschenpasses konnten wir testen, bis zu welcher Schräglage uns der Wind noch am Umfallen hindert. Selbst auf dem weiteren Weg bergab nach Nauders musste ordentlich gestrampelt werden. In Nauders informierte man uns dann, dass wir nicht die Straße 315 weiter konnten (Tunnel) sondern über die Norbertshöhe mussten. OK, der Hügel war nicht wirklich der Rede wert. Die Serpentinen auf der anderen Seite runter hingegen sorgten für das tägliche V-max und ließen das Glücksgefühl noch mal steigen. Ab da ging es weiter bei starkem Gegenwind Richtung Landeck. Wobei der Radweg mal Landeck und mal Insbruck am Wegweiser ausgibt. Ein System konnten wir hierbei nicht erkennen. Nur das sich die Abfahrt nach Landeck gezogen hat wie Kaugummi.

An der Tankstelle in Pfunds hatten wir dann ein Einsehen mit den trockenen Ketten, klangen diese doch schon den ganzen Tag wie bei Huih Buh. Auf unser Fragen hat der Tankwart uns eine Literdose 5W-30 ausgeliehen. Soviel Öl brauchten wir dann doch nicht, aber danach lief es wie geschmiert auf Radwegen bis Landeck. Auf dieser Etappe machte sich leider die Kniekehle von Olafs rechtem Knie bemerkbar. Daher wurde die Tour am Bahnhof in Landeck abgebrochen, da die letzte Etappe zurück über den Fernpass keine neuen Eindrücke bringen würde und so das Knie geschont werden konnte. Darauf erfolgte die dröge Bahnfahrt über Innsbruck zurück zum Start. Wobei sich unsere Wege in Garmisch getrennt haben. Armin musste sein Auto in Ehrwald abholen, Olaf konnte noch einen Nachtzug von München nach Koblenz bekommen.

Fahrtenschreiber: 88,04 km | 967 hm rauf | 1484 hm runter | Ø 18,71 kmh

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