Tag 4: – S-Charl – Pass da Costainas – Ofen Pass – Pass del Galo – Fraele

Heute sollte es zum Wendepunkt der Tour gehen. Armins Erwartungshaltung war riesig. Das Wetter zunächst noch nicht. Die Straßen waren zwar trocken aber der Himmel hatte sich noch nicht entschieden. Wir hatten eigentlich mit einem ruhigen Tag gerechnet, da das Val d Uina doch unmittelbar östlich verlief. So waren wir dann doch ob der 4 Postbusse überrascht die uns bis S-Charl überholten. Auch die Niederländischen Radsportfreunde vom Fimberpass kamen wieder von hinten heran. S-Charl besteht aus einem großen Parkplatz zwei Hotels und ca. fünf weiteren Gebäuden. Dafür war dort ganz schön was los. Vom Ortsende geht´s auf top gepflegten Wanderwegen gen Süden, incl. Grillplätzen mit gefüllten Feuerholzlagern. Nach 30 min ist die Alpe Astras erreicht. Von dort dauerte es nochmals eine halbe Stunde bis zum Pass da Costainas. Es folgte eine Monster steile Abfahrt zur Alp Campatsch und eine ebenso steile Rampe hinauf zur Alp da Munt. Alles fahrbar.

An der Alp da Munt wurde kurz mit anderen Bikern beraten ob man zur Passstraße hinab und dann auf dieser zum Ofenpass rauffährt, oder ob die hangparallele Variante zu bevorzugen sei, selbst wenn diese als schwarzer Trial in den örtlichen Bikekarten dargestellt ist. Die sinnlose Vernichtung von geschätzten 200hm und die unmittelbare Nähe zu motorisierten Bikern ließ uns dann alle zu hangparallelen Wanderern werden. Den Ofenpass ging es auf der Westseite hinunter. Die zügig verlorenen hm mussten unmittelbar nach dem Erreichen der Alp Buffalora wieder auf sehr kurzer Strecke erarbeitet werden. Nach dieser Rampe erreicht man eine Art Hochebene mit wunderbarer Aussicht. An dessen Ende empfahlen uns entgegenkommende Biker nicht zum ersten Mal die Abfahrt zum Lago di Livigno. So wurde kurzer Hand das Val Mora aus dem Roadbook gestrichen.

Keine schlechte Entscheidung wie sich nach wenigen Minuten herausstellte. Nach der so gefundenen Traumabfahrt (wir wünschten uns spontan einen Lift um eine zweite Runde genießen zu können), folgt der Weg hangparallel dem Nordufer des Lago di Livigno. Bis zum Lago di San Giacomo zog sich der Weg dann erheblich in die Länge. Ein kurzer Schauer kurz vor dessen Erreichen trübte kurzfristig ein wenig die Stimmung, was auch an der wirren Beschilderung incl. der Zeitangaben liegen konnte. Auf dem restlichen Weg zur Hütte, durften wir wieder bei Sonnenschein und Gegenwind die Stauseen bewundern. Das Rif. hatte zwar nur Etagenduschen, die Zimmer, mit Balkon, waren aber genauso Top wie das Abendmenü. Bleibt zu erwähnen dass von den 11 Gästen, 9 Radfahrer waren. Der Postbus nach S-Charl wäre mit der Gästekarte übrigens auch umsonst gewesen.

Fahrtenschreiber: 54,27 km | 1843 hm rauf | 1122 hm runter | Ø 10,44 kmh

Rifugio Val Fraele | Loc. Cornaccia-Val Fraele | 23038 Valdidentro (SO) Italia | +39 0342902459 oder +39 3397074729 | rifugiovalfraele@libero.it
 

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