Tag 1: Ehrwald – Fernpass – Hahntennjoch – Steeg

9:15 Uhr: Wir rollten auf der via Claudia Augusta aus Ehrwald in Richtung Fernpass. Den mehrfach als Alternative ausgeschilderten Römerweg ließen wir außer Acht, schließlich standen reichlich km zum warm werden auf dem Programm. Einige Wegpassagen kamen uns von der 2006er Alpenüberquerung noch bekannt vor.

Nachdem die Höhen des Fernpasses und die Überquerung der Straße geschafft waren, sollte das neue Lenkerstativ für die erste kurze Abfahrt zum Einsatz kommen. Auf dem eigentlich recht glatten Schotter vibrierte die Kamera ganz erheblich. Bevor die Qualität des Films geprüft werden konnte brach die Halteplatte in zwei Teile und die erst 6 Monate alte Knipse ging mit geöffnetem Objektiv zu Boden und setzte die Kraft der Bewegungsenergie sauber um. Knapp vor dem Abgrund kam das gute Stück zum liegen. Reichlich Schrammen am Gehäuse, ein Kratzer auf der Linse und klemmende Lamellen ließen Schlimmes befürchten. Nach einigen Testbildern und einer genauen Inspektion gab es Entwarnung. Das gute Stück tat noch was es soll. Noch mal Glück gehabt!

In der ersten Planung hatten wir noch die Einbeziehung des Dirstentrittkreuzes in diese Etappe geplant. Dies hätte uns weitere 900 hm gekostet, was Olaf für den ersten Tag etwas zu viel fand. Daher haben wir es für eine spätere Tour vorgemerkt. So ging es dann recht gemütlich bis Tarrenz. Hier wurde pausiert und sich nach der Abkürzung zur Passstraße erkundigt. Zwar wurden wir in unserem Gespräch um einige Erfahrungen reicher, gefunden haben wir den Weg aber nicht. Also ging es zunächst auf der normalen Straße bis Imst und dann zum Hahntennjoch. Dieses beginnt mit ein paar schönen Rampen, belohnt aber später mit einem schönen Panorama und vielen Kurven. Oben angekommen empfing uns das Röhren eines Notstromaggregates welches sehr zu unserer Verblüffung statt einer Hütte nur eine Pommesbude versorgte – da hatten wir eigentlich mehr erwartet. Unsere Mittagspause fand dann erst in Pfafflar statt.

Die anschließenden Straßentunnel ließen sich umfahren, wobei hier der Wegebau ausbaufähig ist. Nach Gegenwind in der Abfahrt folgte dann wenigstens Rückenwind durchs Lechtal (man kann die Straße durchaus verlassen und den verkehrsberuhigten Rad- und Landwirtschaftsweg nutzen) bis nach Steeg. Abgestiegen sind wir um 18 Uhr im Gästehaus Zangerl.

Fahrtenschreiber: 86,6km | 1792 hm rauf | 1646 hm runter | Ø 15,8 kmh

Gästehaus Zangerl | Dickenau 26 | 6655 Steeg | Mobil: (0043) 664 3867 252 | Tel: (0043) 5633 20008 | urlaub-in-steeg@gaestehaus-zangerl.at

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