Stoneman wir kommen wieder …

IMG_3837So endete unser Text zum Alpencross 2013. Gemeint war der alles andere als erfolgreich abgearbeitete Stoneman Trail. Nicht einmal die Demut Passage war vollständig bewältigt worden. Der Frust saß tief. So tief, dass eine Woche Alpencross dem Ziel der Stoneman-Bezwingung untergeordnet wurde. Olaf und Armin verständigten sich auf die von allen Terminen freizuhaltende Woche um den längsten Tag des Jahres. Als „warm-up“ sollte es lediglich auf schnellstem Wege 2 Tage durch Österreich gehen. Dann mit der Bahn von Sterzing nach Toblach und dann, ja dann sollte das Programm von 2013 vollendet werden. Soweit der Plan. Der Wetterbericht versprach eine feuchte Anreise mit Schneefällen bis auf 2.000m. Die einzig brauchbaren Tage sollten der 21. und 22. Juni werden. OK, dann mit dem Auto nach Toblach. Das verkürzte warm-up führte zwecks Streckenbesichtigung am 20. Juni zur Silvester Alm auf 1.800m, wo wir mit 5 anderen Bikern auf ein Ende des Regenschauers warteten. Wir hatten noch Glück, denn als der Regen aufhörte sind wir wieder ins Hotel und dessen Sauna. Die Anderen sind weiter in Richtung Marchkinkele und Neuschnee.

 

Am Abend empfahl uns Roland nach Möglichkeit noch vor der geplanten Startzeit von 6 Uhr loszulegen und wenn wir nicht bis 14 Uhr an der Sillianer Hütte wären sollten wir nach der 2. Stempelstelle abbrechen und es in 2 Tagen machen.
Wecken um 5 Uhr. Start wie erwartet um 6 Uhr. Um 7 Uhr sind wir an der Silvester Alm. Um 7:15 Uhr verliert Olaf die Schraube des linken Shifters. Die Reparatur erfolgt mit einer Schraube des Flaschenhalters. Derweil holt uns Reto ein. Damit haben sich dann Drei gefunden, die das gleiche Ziel haben – Stoneman in Gold. Reto hat allerdings 2014 schon silberne Erfahrungen gesammelt. Um 8:30 waren wir auf dem Marchkinkele. Der Zeitplan passte. Die Temperatur mit 2° C leider nicht. Alles angezogen was in den Rucksäcken ist und wieder runter ins Tal.

Dort kommt dann auch die Sonne raus und die nächsten 2 Stunden zur Leckfeldalm wird ordentlich geschwitzt. Am Ofen werden die Trikots getrocknet, um anschließend den trocken Satz beim überwiegenden Schieben bis zur bis 2. Stempelstelle wieder einzusalzen. Es ist 13:30, der Zeitplan passte. Es folgte der weitestgehend fahrbare Trail zur 3. Stempelstelle. Wir dachten das sei es gewesen, aber es ging noch gefühlte 5km auf Trails und Wanderwegen weiter, bis uns ein Asphaltband nach Padola zur dortigen 4. Stempelstelle spülte. Die folgenden 700hm ziehen sich zwar, sind aber in Anbetracht der kommenden Auszeichnung keine wirkliche Hürde mehr.

Nach 14 Stunden, davon 8:10 im Sattel, war 2013 vergessen.

Nachspiel

Da es schon kein ordentliches warm up gab, sollte wenigstens ein vernünftiges cool down auf den Stoneman folgen. Ziel Zillertal. Gleich nach dem einchecken in Aschau gings in Armins ehemaliges Lieblings Skigebiet zur Rosenalm. Doch auch hier ließ das Wetter eine Erkundung der Regionen oberhalb von 2.000m nicht zu. So blieb dann noch die Nutzung der Talabfahrt in Form eines ausgebauten Single-Trails, der für Wanderer gesperrt war. Auf den 740hm kam mal richtig Adrenalin zum Einsatz.

Am nächsten Tag standen die Prognosen auf Sonnenschein. Es sollte eine Verknüpfung aus neuer Strecke für künftige Alpenüberquerungen in Verbindung mit der Besichtigung der Skigebiete Hochfügen, Hochzillertal, Horberg und Penken werden. Zunächst entlang der Ziller bis zu deren Mündung in den Inn. Diesem flussaufwärts folgend bis Schwaz. Von dort dann über den Loassattel nach Hochfügen was 1130 hm macht. Alles ganz gut fahrbar. Einzig Brunnen zum Nachfüllen der Wasservorräte sind keine aufgefallen. Zum Sidanjoch sind es zwar nur gute 400hm, aber die erfordern ab dem Talschluss ca. 20min schieben. Vom Joch bis zur Rastkogelhütte ist gut die Hälfte fahrbar. Der weitere Weg über die Schafleitenalm ist zwar fahrbar führt aber sicher nicht so schnell nach unten wie der Weg auf der Straße. Der an der Straße ausgeschilderte MTB Strecke „Horberg – Penckenjoch“ wird als schwer bewertet, stellt aber lediglich ab dem Talende, wo es eine Skipiste zum Penkenjoch hinaufgeht, erhöhte Anforderungen an das dann schiebende Personal. Oben angekommen war, wie eigentlich den ganzen Tag schon, nichts los. Auf breiten guten Schotterwegen ging es nach Finkenberg und von dort wieder nach Aschau. Komischerweise war dieser Tag mit seinen 108km und geschätzten 2500hm anstrengender als der Stoneman.

 

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