1 2 3 Ventoux

Armin hat die Mitgliedschaft im „Club des Cinglés du Mont-Ventoux“ beantragt. Nach 3 maliger Langstrecke beim Maratona dles Dolomites brauchte es einer neuen Aufgabe. Stempelkarte per Email beim Clubvorsitzenden in Frankreich bestellt, bezahlt und 10 Tage später per Post erhalten. Ab ins Auto und in die Provence. Ventoux von unten als größeren Hügel klassifiziert. Auf gutes Wetter (möglichst wenig Wind) gewartet und nach Bedoin zum empfohlenen Startort. Am Ortseingang packt auch ein Franzose sein Rad aus dem Kofferraum. Nach Selfi vor dem Uhrenturm der Schule (man weiß ja nie wozu es gut ist) und erstem Stempel geht’s zur „Aufholjagd“. Am Anfang recht „flach“ (ist halt nur ein größerer Hügel) wird es nach Verlassen der Landwirtschaftsflächen im waldigen Abschnitt schon steiler. Die Empfehlung des Clubs, eine 28er Kassette zu nutzen wurde glücklicherweise in den Windgeschlagen und durch eine 32er ersetzt. Bleibt zu hoffen, dass die wenigstens eine Kompaktkurbel meinten. Nach 10km ist der Mitstreiter vom Parkplatz erreicht. In einer Mischung aus deutsch, französisch und englisch wird sich ausgetauscht. So, 3 mal hoch. Nein, er nicht. 2 mal muss reichen. Seine Kumpels vom „Vélo Club la Pommes“ aus Marseille wollen aber auch 3 mal drüber. Die sind wohl fitter und starten später. Man trainiere für die dies jährige „l´Etape du Tour“. Nach dem Chalet Reynard holen uns auch die ersten Clubmitglieder ein. Wunderbar, neue Hinterräder zum hinterher hecheln. Die Sonne brennt inzwischen ganz ordentlich vom strahlend blauen Himmel. Nach gut 2 Stunden Gipfel erreicht. Na, wenn das die schlimmste Auffahrt war wird es wohl gelingen. Die Abfahrt nach Malaucene lässt für die zweite Auffahrt nichts Gutes erwarten. Im ersten Cafe des Ortes die Wasserflaschen gefüllt, meinen Mitstreiter erneut begrüßt und Kehrtwende. Wie bitte: Das soll nicht so schlimm sein wie von Bedoin? Na Danke. Nicht enden wollende Rampen im 2-stelligen Prozentbereich und ein Mitglied der Fremdenlegion, das Energieriegel verteilt. Oben war ich dann doch ordentlich geplättet und im Gegensatz zur ersten Auffahrt auch nicht gerade alleine. Aber immerhin kaum Autos und auch nicht viele Motorräder. Der Ventoux scheint den Radlern zu gehören. Runter geht´s bis zum Chalet Reynard auf bekannter Strecke. Danach wird es recht flach bis nach Sault. Nach kurzem Gegenanstieg folgt die schon geübte Prozedur mit Stempel und Wasserflasche. Kehrtwende. Man trifft weitere Mitglieder des Radclubs aus Marseille. Am Chalet Reynard ein riesen Auflauf um 100 Jahre alte Autos. Auch der Fremdenlegionär ist da und verteilt nun Wasser. Noch 4km zum Denkmal für Tom Simpson und 2 weitere zum Ziel. Inzwischen ist Wind aufgekommen, aber bei weitem nicht das was aus Fernsehbildern bekannt ist. Noch runter nach Bedoin und nach 8 Stunden, 140km und 4.400hm – Haken dran. Es warten weitere Aufgaben.

Mont Ventou von Pernes
Die letzten Kilometer
on top
Oldies but goldies
Tom Simpson Memorial

Ötztaler Radmarathon 2019

Die Losfee wollte Armin nicht zum Ötzi schicken. Dumm wenn man vorher Kumpel Rainer zusagt dann halt eben bei Rhön300 an den Start zu gehen. Hat nur 5.300hm, ist geringfügig länger und im Mittelgebirge angesiedelt. Nun gut, versprochen ist versprochen. Glücklicherweise konnte Rainer noch 3 weitere Mitstreiter bequatschen. Anreise Samstag. Startunterlagen im Sportheim abgeholt und für´n 10er Nudeln satt geordert. Am nächsten Morgen klingelt der Wecker um 4 Uhr. Frühstück ist im Startpaket enthalten und wird ebenfalls im Sportheim kredenzt. Pünktlich zum Sonnenaufgang um 6 Uhr stehen nicht gerade mal 70 Leute am Start, obwohl der doch zwischen 6 und 7 erfolgen kann.

Was folgt ist ein elendiges Auf und Ab durch die wunderschöne Rhön. Es gibt keine Zeitnahme (ein Rennen fanden die zuständigen Stellen wohl nicht so toll), so dass man nicht in die Versuchung kommt gleich am ersten Anstieg zu überpacen. Es bilden sich Grüppchen Gleichgesinnter. Armin hing mit 3 OSC´lern und 3 Einheimischen ab der ersten von 6 Verpflegungen zusammen. Nach 120km und je nach Zählweise 11 Anstiegen kommen 80km Flachstück. Die 5 Zacken ab km 210 sind nicht mehr so lang wie ihre Vorgänger im ersten Drittel, aber an Steilheit kaum zu überbieten. Für Kenner der Materie: Die „Mur dl Giat“ beim Maratona dles Dolomites gibt es hier in XL. Leider war der Spaß bereits nach guten 290km und 5.000hm zu Ende, weil baustellenbedingt der letzte Anstieg gestrichen wurde. Kein Ahnung ob Armin den noch geschafft hätte. Zum Schluss saß unser Grüppchen auf der Terrasse des Sportheims und füllte die Flüssigkeitsvorräte in der Abendsonne auf.
Eine rundum gelungene Veranstaltung in familiärer Atmosphäre vergleichbar mit: http://www.ueberallbiken.de/wordpress/schlaflos-im-sattel-krank-aber-geil/

Außer an der Pausenverpflegung bedarf es keiner Änderungen.

DANKE nochmals an Karl, Stefan und Wolfgang vom Team Schwarze Berge Rhön für die tolle Begleitung.

Armin hat Rhön300 geschafft und kauft keine Lose mehr für´n Ötzi. Da ist es teurer, das Wetter schlechter und bestimmt viel leichter.

Nur nicht müde werden: Stöffel 2017

Die alten Männer können es nicht lassen und starten erneut bei „Schlaflos am Stöffel“. Zielvorgabe: Verteidigung von Platz 9 aus 2016. Wie das, wo doch das Durchschnittsalter um ein Jahr gestiegen ist und wir letztens schon den Altersschnitt deutlich angehoben hatten? Da nicht zu erwarten war dass lediglich 9 Vierer Teams an den Start gehen würden musste die Renntaktik angepasst werden. Vorgabe: Jeder fährt nur 2 Runden. Die dafür am Anschlag und dann wird gewechselt. Ausnahme Jörg, der durfte sich jeweils 2 Runden im Renntempo warmfahren und dann an den Anschlag gehen. Marco wählte das gleiche Quartier wie 2016 mit direktem Zugang zur Strecke. Dieses Mal dank des Zeltsponsors „Elektrizitätswerk Hammermühle“ mit deutlich mehr Platz. Startreihenfolge wie im vergangenen Jahr. Diesmal klappten auch die Wechsel ohne Überschlag (schade um die schönen Bilder). Und siehe da, die Rundenzeiten waren tatsächlich besser, aber wie lange würden wir das durchstehen? Und: Warum sind wir nach 2 Stunden nur auf Platz 17? Bis zum Einbruch der Dunkelheit hatten wir uns auf Rang 13/14 vorgearbeitet. Die Nacht der langen Messer sollte uns weiter nach vorne bringen. Tatsächlich gelang uns nur ein kurzer Ausflug auf Platz 12. Letztlich mussten wir uns dann doch trotz 2 Runden mehr als im vergangenen Jahr mit Rang 13 zufrieden geben. Als Trost blieb, dass unsere ärgsten Widersacher aus dem letzten Jahr dieses Mal um 4 Runden distanziert wurden. Merke: Altern lässt sich durch entsprechende Taktik ausgleichen (zumindest jetzt noch).

Bleibt noch zu erwähnen:

  • dass der Veranstalter wieder reichlich Nahrungsmittel zur Verfügung stellte,
  • es wieder keine ernsthaften Verletzungen gab,
  • alle Mitstreiter sich wie Kumpel benahmen,
  • wir dank des Basaltstaubs aus sahen wie die Schw…,
  • die live Zeitnahme mit Ranking äußerst motiviert,
  • die „chaotische Selbstorganisation“ wieder funktionierte,
  • die Platzierung nicht soooo wichtig ist, wenn der Spaßfaktor stimmt
  • der Schlafentzug in unserem Alter noch trainiert werden muss.

Schlaft Gut!

Noch mehr lesen und Guck machen:

Sehr schöner Bericht im Westerwald-Wied TV

„Wäller-Journal“

„WW-Kurier“

So ein Arsc …

… hält ganz schön was aus.

Spreewaldmarthon mit 150 oder 200km, Potsdam – Warnemünde, 24Std-Rennen als 4er Team. Es stellt sich die Frage wie lange kann man eigentlich auf dem Rad sitzen? Am 17. Juni 2017 erfolgte ein Selbstversuch. (mehr …)

Schlaflos im Sattel: Krank, aber geil …

IMGP2876Radfahren. Rund um die Uhr. 24 Stunden am Stück. Immer im Kreis: Stöffel-Race 24h MTB Challenge

Muss man nicht machen, kann man aber – und macht verdammt süchtig! Unterm Strich: Platz 9 bei den 4er-Teams mit 115 Runden.

(mehr …)

MDD30: Die Reise

© Copyright: Comitato „Maratona dles Dolomites“

Überallbiker melden bislang größtes Team:

Mit sieben gemeldeten Startern haben die Überallbiker ihr bislang größtes Starterfeld beim Maratona dles Dolomites gemeldet. „Die Reise“ wurde als Leitgedanke der 30. Ausgabe der Maratona dles Dolomites – Enel ausgewählt: REISE ALS ENTDECKUNG, REISE ALS DIALOG, REISE ALS BEREICHERUNG, REISE ALS GENESUNG

Die „Anreise“ erfolgte so frühzeitig, dass alle Protagonisten bereits am Mittwoch vor dem Rennen mit den Streckenbesichtigungen beginnen konnten. Spannend vor allem für die Neulinge Christoph, Matthias und Jörg. Letzterer gleich mit nagel neuem Rad angereist wurde von Frank und Armin zum Einfahren der Scheibenbremsen auf den ehrwürdigen Abschnitt der ersten Maratona Strecke geschickt. (mehr …)

Westerwald Triathlon Staudt 2015

Rad 2Das Wasser im Weberweiher war angenehm warm und das war dann doch eine positive Überraschung, denn zu Beginn der Veranstaltung hatte es noch bei 14° geschüttet und gestürmt, so dass der bereits laufende Team Triathlon abgebrochen werden musste.

Dass Schwimmen nicht Armins Paradedisziplin ist, war bei der zurückzulegenden Distanz von 200m zu verschmerzen. Leider konnte bei den folgenden beiden Radrunden der Tria-Aufsatz nur bei Rückenwind (50km/h) oder Gegenwindpassagen genutzt werden. Trotzdem ließen sich so einige Plätze gutmachen. Während der Laufeinheit musste neben dem rutschigen Geläuf auf herabstürzende Äste geachtet werden bevor Platz 40 im Endspurt (zeitgleich) verteidigt wurde.

(mehr …)

Rule #5 @MDD29

Harden The Fuck Up

(c) Maratona Dles Dolomites

Maratona Dles Dolomites 2015

Velominati Rule #5: „Harden The Fuck Up“ – Das war während der Hitzeschlacht bei der Maratona dles Dolomites 2015 nicht so einfach …

Zum sechsten Start in Folge konnte das Trainingstagebuch endlich mal mehr Einträge verzeichnen: Um den täglichen A40-Staugau zu umgehen, wurde der Weg ins Büro häufiger mit dem Rad beglichen und hat so seit Jahresbeginn rd. 1500 Extra-Trainingskilometer in die Beine gebracht. Krankheitbedingte Pausen waren zum Glück auch nicht sehr ausgeprägt, sodass die Vorbereitung eigentlich recht gut verlaufen ist. Die langfristigen Wetteraussichten waren mit Temperaturen bis über 30° mehr als optimal. Recht optimistisch, dass eine offene Rechnung in diesem Jahr mal beglichen werden kann, ging es also wieder nach La Villa ein paar Pässen fahren.

 

(mehr …)

Stoneman wir kommen wieder …

IMG_3837So endete unser Text zum Alpencross 2013. Gemeint war der alles andere als erfolgreich abgearbeitete Stoneman Trail. Nicht einmal die Demut Passage war vollständig bewältigt worden. Der Frust saß tief. (mehr …)

Ballern am Ballermann

Runter vom Sofa, raus aus dem grauen Alltag und ab mit dem Rad ins sonnigeTrainingslager!
Wenn das Wetter mal wieder richtig mies ist hilft Rollentraining oder ein Trainingslager im sonnigen Süden. (mehr …)

Pages:12»